Landschaft und Natur in Slowenien

Die Julischen Alpen
Die Julischen Alpen von ivabalk ꟾ Pixabay

Slowenien grenzt im Norden, hauptsächlich gebirgig, an Österreich, im Westen an Italien, im Osten an Ungarn und im Süden mit 670 km Länge an Kroatien. Mit einer Gesamtfläche von etwas mehr als 20.000 qkm ist es nicht gerade ein besonders großes Land. Dennoch sucht es bezüglich seiner landschaftlichen Lage und seiner Vielseitigkeit in Europa seinesgleichen. Über die Hälfte Sloweniens ist mit Wald bedeckt. Im Nordwesten befinden sich die Julischen Alpen, die Karawanken und die Steiner Alpen. Im Triglav-Nationalpark liegt der höchste Berg des Landes, der Triglav. Nordöstlich befinden sich einige Mittelgebirge, während im Landesinneren und im Süden eher Karstland regiert. Im Südwesten befindet sich die beinahe 50 km lange Adriaküste, auch als Slowenische Riviera bekannt. Ein Teil der nördlichen Halbinsel Istriens gehört ebenfalls zu Slowenien.

Flüsse und Seen in Slowenien

Der Jasna-See in Slowenien
Der Jasna-See von CosmoShiva ꟾ Pixabay

Im Vergleich zu seiner geringen Größe zählt Slowenien mit zu den wasserreichsten europäischen Ländern; man spricht von etwa 30.000 km Wasserläufen. Die bekanntesten Flüsse sind die Drau – slowenisch Drava -, die Save – Sava – sowie die Mur – Mura. Sie sind generell nicht schiffbar, bestechen aber ob ihres klaren Wassers und laden stellenweise zum Angeln und Baden ein. Auch an Seen-Reichtum mangelt es nicht, wobei einige aufgrund ihrer relativ niedrigen Wassertemperatur weniger zum Baden animieren. Der wohl bekannteste See dürfte der recht kleine Bleder See im Norden mit seinem Inselchen, auf dem eine gotische Kirche steht, sein, der als Hintergrundkulisse die gigantischen Karawanken hat. Auch der Bohinjsko jezero – „jezero“ steht für „See“ – ist nicht besonders groß, jedoch ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Er liegt etwas weiter südlich, ist Teil des einzigen Nationalparks des Landes, des Triglav-Nationalparks, und weist rund 7.000 km Wanderrouten aus, von denen eine zum Savica-Wasserfall führt. Ein ganz besonderer See ist der Cerknica-See im Südwesten des Landes. Es ist der größte See Sloweniens und einer der größten Sickerseen Europas. Besonders an ihm ist, dass er ständig seine Form und Größe ändert. Hier lassen sich viele Sportarten verwirklichen aber auch zahlreiche Vogelarten beobachten.

Naturwunder Sloweniens – die Wasserfälle und Höhlen

Der Wasserfall in Slowenien
Wasserfall in Slowenien von Schwarzenarzisse ꟾ Pixabay

Eine Art „Wasser-Spezialgebiet“ Sloweniens sind die vielen unterirdischen Gewässer sowie die Wasserfälle. So beeindrucken beispielsweise die Höhlen von Škocjan, die in dem gleichnamigen Naturschutzgebiet Rakov Škocjan liegen und alljährlich Tausende von Besucher anziehen. Der Fluss Reka bahnt sich hier ganze 4 km lang seinen Weg unter der Erde. Attraktion ist die Brücke, die 45 m über einer Art Canyon führt. Die bekannteste Höhle dürfte jedoch die Grotte von Postojna sein. Sie ist das größte unterirdische Höhlensystem und zieht die Zuschauer nicht nur durch gigantische Stalagmiten und Stalaktiten in ihren Bann, sondern beeindruckt auch mit dem Grün des Flusses Pivka sowie dem seltenen weißen Grottenmolch. Auch die Križna jama fasziniert mit smaragdgrünem Farbenspiel ihres unterirdischen Sees.

Der 52 m hohe Peričnik-Wasserfall lädt dazu ein, hinter ihm einen Spaziergang zu machen und einen ganz besonderen Blickwinkel zu erhaschen. Der obere der Martuljek-Wasserfälle stürzt sich mit tosendem Geräusch sogar ganze 110 m die steile Felswand hinunter.

Ebenfalls sehenswert ist das Ljubljansko barje – das Ljubljana Moor -, das ganz in der Nähe der Landeshauptstadt Ljubljana zu finden ist. Hier wurden bei Ausgrabungen Siedlungs-Überreste gefunden, deren erste Spuren aus der Zeit von vor etwa 6.600 Jahren stammen. Ebenfalls entdeckt wurde hier ein feuergehärtetes Bruchstück eines Rades mit Achse; es konnte auf die Zeit von 3328–3116 v. Chr. datiert werden.